Rezept: Holunderblütensirup (Hollersirup) – Ein Klassiker der Sommerküche, einfach selbst gemacht

Blüht im Juni der Holler, wird die Liebe immer toller“

Nun ja, in früheren Zeiten glaubte man tatsächlich, dass wenn am 3. Juli (Thomastag) ein junges Mädchen beim Abendkirchengeläut an einem blühenden Holunderbusch rüttelte, der erste bellende Hund die Richtung angäbe, aus welcher ihr Zukünftiger stammen sollte.

In unseren Breiten sind die meisten Holundersträucher leider Anfang Juli schon meist verblüht, da muss sich der Zukünftige eben etwas sputen ;)

Ich bin ja von je her ein riesiger Fan von Holunder. Wusstet ihr übrigens, dass der Name „Holler“ von Frau Holle kommt, der dieser wunderbare Busch sogar geweiht ist ;)

Der Strauch ist eine Augenweide, der im Alter unter guten Bedingungen die Größe von Bäumen erreichen kann (wie hier unser Holunder im Hintergrund, der inzwischen weit über 6m Höhe erreicht hat).

Die Blüten duften absolut betörend in der warmen Sommerluft und die Beeren sind farblich und geschmacklich ein Träumchen.

Nicht umsonst wurde früher neben jedem Haus ein Holunder gepflanzt…

Zutaten (Für 2 Flaschen Sirup a 0,5l):

  • Für einen Liter ca. 20 Dolden (nur die Blütenansätze, ohne Stängel) verwenden
  • 1l Wasser (oder soviel ihr möchtet)
  • 1kg Zucker (oder 1:1 mit der Wassermenge)
  • Je nach Geschmack etwas Zitronensaft oder Zimt (optional)

Zubereitung:

  1. Die Dolden etwas grob ausputzen (diese müssen nicht unbedingt gewaschen werden, denn dadurch geht auch viel Blütenstaub verloren) und in eine Schüssel mit Wasser geben
  2. Optional die Zitrone auspressen und/oder den Zimt ebenfalls hinzugeben
  3. Das Ganze mindestens 1 Tag in verschlossener Schüssel ziehen lassen. Wer einen intensiveren Geschmack bevorzugt: 2 Tage ziehen lassen und / oder  vorher kurz aufkochen lassen
  4. Nun alle festen Bestandteile, sprich Blütendolden, abseien und die Restflüssigkeit etwas ausdrücken
  5. Nun den Saft in einen Topf geben und den Zucker einrühren, Aufkochen lassen und ein paar Minuten köcheln lassen
  6. Sofort in saubere ausgekochte Flaschen abfüllen und Auskühlen lassen

Holunderblütensirup kann einfach mit Wasser oder als Aperitif mit Sekt getrunken werden. Auch zu Süßspeisen fast jeglicher Art passt der Sirup sehr gut.

Ich wünsche euch einen entspannten Start in den Sommer und ganz viel Zeit um die Seele baumeln zu lassen, mit einem Gläschen Holunderblütensirup und Blick auf die Weinberge im Sonnenuntergang. Was braucht der Mensch mehr…

Eure Bianca

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6 Gedanken zu “Rezept: Holunderblütensirup (Hollersirup) – Ein Klassiker der Sommerküche, einfach selbst gemacht

  1. Liebe Bianca,
    das Sirup kochen hört sich bei dir immer so einfach an. Hier funktioniert es leider nicht. Es wird nicht dick. Hast du da eine Idee….? 🤔 Hier wurde auch der Hollerbusch unsicher gemacht.

    Viele liebe Grüße deine nähbegeisterte
    Andrea 🍀

    1. Liebe Andrea, entweder muss die Flüssigkeit noch etwas länger reduzieren oder ggf. noch etwas mehr Zucker dazu…
      Würde aber eher mal versuchen die Flüssigkeit länger einzukochen. Ich habe teils auch schon Gelierzucker statt Zucker verwendet, weil es bei mir auch nicht immer gleich geklappt hat, jedoch dann stark reduziert in der Menge, die in der Packungsanweisung steht, sonst gibt es ein Gelee :)
      Viel Spaß beim Ausprobieren und LG Bianca

  2. Liebe Bianca, welch toller Beitrag zum märchenhaften Jahr. Die Verbindung zwischen Frau Holle und Holler war mir bisher nicht bekannt.
    Den Sirup mag ich auch sehr gerne.
    Liebe Grüße, Bettina

    1. Ich danke dir sehr, liebe Bettina. Ja, das ist leider etwas in Vergessenheit geraten… So ein toller Strauch wie der Holunder passt auch sehr gut zur Frau Holle, schon allein die wunderbaren kleinen Blüten die an Schneeflöckchen erinnern 🌼☃️😊 LG Bianca

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