Sock Madness forever: Runde 2 – Socken „Braidalot“ oder Rapunzels Stäbchenbakterien

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Nachdem die Runde 1 für mich bereits nach einem Socken aufgehört hat – da es auf diesem Planeten einfach keinen Menschen gibt, der anatomisch so geformt ist, dass er in meinen Socken hineinpasst – habe ich alles auf Runde 2 des SMF gesetzt und wurde nicht enttäuscht. ;)

Diesmal standen Zöpfe auf dem Plan, Zöpfe über Zöpfe, die sich mit einem Abschnitt Stäbchenbakterien gepaart zu haben scheinen. Entschuldigt meine Scherze zu später Stunde, in meinem Kopf wurde heute auch viel verzopft ;)

Das Muster namens „Braidalot“ ist wirklich wunderschön und für jeden Zopfliebhaber ein Traum, selbst Rapunzel würde hier voll auf ihre Kosten kommen ;)

ZUR HERSTELLUNG HABE ICH FOLGENDES VERWENDET:

  • Garn: Tausendschön – Septembermorgen sowie Reste von Red Heart – Margareta und Das Färberhaus – Distel
  • 100g Hauptfarbe und Reste der beiden anderen
  • Nadel: Größe 2,5 für Zöpfe und 3,5 für das zweifarbige Muster
  • Nadelspiel und Zopfnadel
  • Stopfnadel

HERSTELLUNG:

Ich habe gleich mal 80 Maschen angeschlagen, da ich Socken für meinen Mann stricken wollte und insgeheim gehofft habe, dass diese passen – beim SMF muss man sich ja immer an sehr strikte Vorgaben halten ;)

Als Wolle habe ich mir ein handgefärbtes Sockengarn von Tausendschön auserkoren, dass schon eine Weile auf seinen Auftritt gewartet hat. Es hat zwar eher herbstliche Farben, aber diese passen einfach besser zu einem Mann als pastellige Frühlingstöne in Rose.

Prägnanter kommt das Zopfmuster sicherlich auf einfarbigem Garn heraus, wovon ich aber leider keins mehr in den Spezifikationen vorrätig hatte ;)

Begonnen wird mit einem klassischen 2×2 Bündchenmuster. Im oberen Teil habe ich gleich mal wieder etwas dazugelernt, denn den „Lettischen Zopf“ hatte ich bisher noch nie gestrickt.

Dieser rahmt das kurze zweifarbige Muster ein, dass mich auf den ersten Blick an Stäbchenbakterien erinnert hat, aber wie ich gelesen habe wohl ein keltisch angehauchtes Muster ist.

Von den letzten Socken war ich noch sehr geübt im zweifarbigen Stricken, deshalb ging dieser Abschnitt sehr schnell von den Nadeln. Hier habe ich, wie in den Tipps empfohlen, mit einer Nadelstärke größer gestrickt, da ich mit der geringen Dehnbarkeit beim letztrundigen Socken schon sehr schlechte Erfahrungen gemacht hatte.

Auch Verzopft habe ich schon lange nichts mehr, außer vielleicht die Haare meiner Mädels, aber nach kurzem Kramen in alten Erinnerungen kam ich auch da wieder sehr schnell hinein. Gearbeitet habe ich mit einer normalen Nadelspielnadel als Zopfnadel, die eine viertel Nr kleiner war als mein Nadelspiel in Nr. 2,5.

Was mich wirklich Nerven gekostet hat war die Ferse. Ich muss sagen, Sockenfersen sind auch irgendwie meine Achillesfersen. Ich mag einfach keine Fersenstrickerei. Die klassische Käppchenferse, die man so aus dem Schulunterricht oder von deutschen Omas her kennt, macht mich schon immer wuschig, aber ich habe mich über die Jahre langsam mit ihr angefreundet. Ich stricke persönlich am liebsten die nachträglich gearbeitete Ferse, da diese wirklich easy geht und zumindest meinen kleinen Füßen immer sehr entgegenkommt.

Diesmal wurde aber eine Ferse verlangt, die ich noch nie gestrickt habe. Nämlich eine „Fleegle Heel“ und davon dann noch eine Variation. Ich konnte schon mit dem ersten Begriff so rein gar nichts anfangen, deshalb habe ich an diesem Punkt auch erst mal einen Tag aussetzen müssen, um mich schlau zu machen. Im deutschen wird diese Art der Ferse mit Rainbowferse übersetzt. Im Grunde strickt sie sich wirklich einfach, wenn man das Grundprinzip einmal verstanden hat. (Diese Basisanleitung hat mir sehr geholfen).

Der Fuß wiederum lief wie geschnitten Brot. Sohle glatt rechts und oben drei wunderschöne Zöpfe weiterführen bis zur Spitze.

Was allerdings sehr tricky war, es gibt eine linke und rechte Socke und auch die Muster sind entsprechend spiegelverkehrt herum, deshalb muss man aufpassen wie ein Luchs beim Stricken.

Dennoch habe ich mal wieder viiiiel dazugelernt, bin aus meiner Komfortzone (ich sage nur Ferse) herausgekommen und Spaß gemacht hat es auch. Das erste Weihnachtsgeschenk des Jahrs 2020 ist somit fertig. ;)

In diesem Sinne, wünsche ich euch eine gute Nacht und bis bald

Eure Bianca

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