Let’s Rock: Ein Plisseerock muss nicht spießig sein

Werbung, unbeauftragt

Letztes Jahr hat der Plisseerock ja so richtig gehypt. Viele von uns kennen ihn eher in der biederen Variante als wadenlanger Rock einer Schuluniform oder von „Tante Uschis“ klassischen A-Linien Faltenröcken aus den 80ern… Ich habe mit genau diesen Assoziationen im Hinterkopf lange einen Bogen um diesen „neuen“ Trend gemacht und ihn mit: „Das ist nix für mich“ abgelegt.

Was mich aber dann doch in seinen Bann gezogen hat, waren die ganzen tollen Maxiröcke, die in diversen Modemagazinen und Blogs zu finden waren, die total unkonventionell mit Sneakern und Oversizeshirts- oder Pullis kombiniert waren und einfach nur lässig und cool aussahen…

Ich war hin und weg, genau so ein Outfit wollte ich auch unbedingt für dieses Frühjahr / Sommer.

Die einzigen „Bedenken“ die im Raum standen:

a) Ich zähle nicht zu den Größten/Höchsten/Längsten, also sind Maxiröcke ggf. immer etwas schwierig mit meinen kurzen Haxen

und

b) Falten können richtig fies auftragen, wenn sie nicht richtig gelegt sind und/oder unvorteilhaft fallen, da sieht eine 36 gern gleich mal ein paar Nummern größer um die Hüften rum aus. Die ganzen Mädels mit dem von mir präferiertem Style gehörten eher der Kategorie 1,75m+ mit knabenhafter Figur an.

Aber da ich ja ein Mensch bin der Herausforderungen liebt, habe ich mich diesen beiden Kontrapunkten gern mal gestellt und ein paar Schnitte durchsucht ;)

In die engere Wahl kam ein Burdaschnitt, der mir von der Form sehr gut gefiel, den ich aber (wie immer) etwas abgewandelt habe, um etwas mehr in die von mir gewünschte Richtung zu gelangen.

ZUR HERSTELLUNG HABE ICH FOLGENDES VERWENDET:

  • Stoff: Glitzer – Plissee – Dunkelblau (schwere Qualität mit schmalen Falten)
  • Garn: Passendes Synthetikgarn
  • 4cm breites Gummiband
  • Framilionband
  • Nadel: Standardnadel
  • Maschine:  Nähmaschine

HERSTELLUNG

Der Schnitt, der eigentlich keiner ist, weil er nur die Anleitung beinhaltet, sieht im Original 2 rechteckige Rockbahnen vor, die man am Bund dann an zwei Ripsbändern befestigt und seitlich einen Reißverschluß einnäht. Wer schon einmal einen Plisseestoff in der Hand hatte, weiß dass die saubere Verarbeitung der vielen Falten nicht unbedingt zu den einfachsten Schneidertätigkeiten zählt, deshalb ist ein etwas reduzierter Schnitt meist von Vorteil.

Also gesagt getan, nach der Anleitung die Schnittteile aus dem wunderbar tintenblaumetallic glänzenden Stoff (so eine ähnliche Lackfarbe hatte eines meiner ersten Autos) zugeschnitten, an mich gehalten und gleich mal für mittelmäßig für meine Zwecke befunden. Nun ja… Irgendwie wollte ich dann doch keinen ganz gerade herunterhängenden Rock. Also wieder zurück auf Null.

Ich hatte zum Glück ein Schnäppchen geschossen und noch Unmengen des Stoffs übrig. Ich habe mir ein farblich passendes breites Gummiband bereit gelegt, dann dieses auf Taillenhöhe abgemessen, etwas zugegeben, da ich mir den starren RV sparen wollte, so dass der Gummi noch locker gedehnt über die Hüfte ging und mich wieder an den Zuschnitt gemacht.

Der nächste Zuschnitt der beiden Rockteile erfolgte mit etwas mehr Breite oben, die ich ein klein wenig raffen wollte, um etwas mehr „Fluffigkeit“ zu erreichen, nicht zu viel, weil er auch nicht so sehr auftragen sollte, nur eben etwas weicher fallen.

Mit Framillionband habe ich es mir dann ganz leicht gemacht und die halbe Gummibreite abgemessen und entsprechend den Rock dann eingereiht. Ging wunderbar, alle Falten lagen da wo sie hingehörten.

Mit dem anderen Rockteil dasselbe in Grün und eine Seite geschlossen. Das war etwas fieselig genau im Falteninnenbruch zu nähen, was mir leider nicht ganz 100%ig gelungen ist, aber war auch kein Beinbruch, der Stoff hat es zum Glück recht gut verziehen.

Auf der anderen Rockseite habe ich mir einen Schlitz eingerechnet und eingearbeitet. Den Gummibund habe ich dann an den Rock genäht. Den unteren Saum habe ich etwas gekürzt, versäubert und einmal umgeschlagen umgenäht.

Wenn man es also eng sieht, entspricht mein Rock nicht mehr ganz dem ursprünglichen Ansatz von Burda und ist eher „inspired by“, aber dennoch ist er für mich und meine Bedürfnisse genau richtig geworden.

Der Rock lässt sich toll kombinieren.  Mit einem weißen Shirt und Sneakern / flachen Sandalen geht er als lässiges Wohlfühlteil zum Shoppen, Chillen, Blumenschnuppern durch. Wenn ihr die Sneaker gegen Highheels ausstauscht und alles noch etwas „aufhübscht“, taugt er auch zum Ausgehen.

Habt einen schönen blumigen Frühling :)

Verlinkt bei

Der Tintenblaue Rock geht mit zu
https://maikaefer16.blogspot.com
https://www.creadienstag.de/
https://handmadeontuesday.blogspot.com/
https://elfiskartenblog.blogspot.com/
https://wof-womanonfire.de/
https://sewlala.de/
https://www.burdastyle.de/nutzer-kreation/32508

Der Inhalt dieses Artikels entspricht meiner unabhängigen, persönlichen Meinung. Ich habe keinerlei finanzielle oder anderweitige Gegenleistung dafür erhalten. Ich kaufe meine Materialien wie Stoffe, Schnittmuster, Zubehör etc. selbst und zahle diese aus eigener Tasche. Bei diesem Artikel handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag, der unbeabsichtigt durchaus eine werbende Wirkung haben könnte, ohne dass ich von irgendeinem Unternehmen dafür beauftragt wurde! Auf etwaige Werbeeinblendungen auf dieser Seite habe ich weder Einfluss, noch verdiene ich damit Geld, diese gehen ausschließlich auf WordPress zurück.


2 Gedanken zu “Let’s Rock: Ein Plisseerock muss nicht spießig sein

  1. Servus Skylady!
    Man lernt nie aus! Ich dachte bei einem Plisseerock an einen Rock mit vielen schmalen Falten. Ich finde er passt dir total gut, absolut hinreißend finde ich den tintenblaumetallic glänzenden Stoff *herzchenindenaugen*. Danke fürs Zeigen beim DvD und liebe Grüße!
    ELFi

    1. Hallo Elfi, vielen lieben Dank. Ja da hast du absolut Recht, die Falten sieht man glaub auf den Fotos nur ganz schlecht, die sind wirklich recht schmal… 🤗 Viele liebe Grüße zurück. Bianca

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.