Cord meets Curry: Mein Lieblingsoutfit für den Herbst/Winter

Werbung, unbeauftragt

Klingt wie ein leckeres Gericht „Cord meets Curry“, ist aber nur Couture. ;)

Der goldene Herbst kehrt uns gänzlich den Rücken, Winterwonderland naht und nichtsdestotrotz bleiben die erdigen Naturtöne, insbesondere die absolute Trendfarbe dieses Herbstes „Gelb“ (wird im englischsprachigem Raum gern als Curry bezeichnet, auch wenn darunter ganz viele Farbtöne fallen von Senf bis hin ins Orange gehende). Und es kommt noch besser, endlich erlebt auch Cord wieder sein (wohlverdientes) Revival *yeah*.

Ich liebe Cord ja seit ich denken kann, seit nunmehr 13 Jahren fristet ein heller Feincordblazer ein Schattendasein in der hintersten Ecke meines Kleiderschranks und ich habe mich schon ewig nicht mehr getraut diesen herauszuholen, aber endlich muss ich mich meiner „Cordleidenschaft“ nicht mehr schämen und „darf“ diese auch wieder offen auf der Straße zu Schau tragen ohne als „in den 90ern-hängen-geblieben“ abgestempelt zu werden.

2005

Cord ist ein besonderes Material, diese wunderbar weiche, samtige Struktur und der etwas „gröbere“ Look macht sich besonders bei Jacken, Hosen und Röcken ganz toll.

Wie geht es euch mit Cord? Liebt ihr ihn oder hasst ihr ihn, weil zu 80s/90s oder zu viele Kindheitserinnerungen an Cordlatzhosen mit Nickipullover? :)

80s – Kindheitserinnerungen – Sogar die Couch war aus Cord und ja, ich war einmal Blond (unfassbar) – Oh wei, diese Tapete ;)

Vor meinem geistigen Auge hatte ich einen speziellen „Look“. Ein Rock aus einem curryfarbenen Feincord und darüber ein figurbetontes langärmeliges Shirt, welches man in oder außerhalb des Rocks tragen kann, gern mit Dunkelblau, denn das harmoniert farblich besonders gut zu Senftönen.

Da ich nicht zu den Allergrößten/längsten zähle (sprich deutlich unter 1,70m bin) muss ich mit Rocklängen immer etwas aufpassen. Als die perfekte „Winter/Herbstrocklänge“ habe ich eine Länge kurz oberhalb des Knies für mich entdeckt.

Von der Form wollte ich etwas „Bewegungsfreiheit“, eng und Bleistift fielen also durch, komplette A-Linie hätte dann wieder zu sommerlich und luftig gewirkt, aber auf der Burdaseite habe ich den Schnitt  6796  in (Größe 36) gefunden, der beides vereint. Oben betont schmal geschnitten und dann in einem Volant A-förmig auslaufend.

Als Shirt habe ich (nach vielen sehr guten Erfahrungsberichten) das Fanö von Schnittreif in S (34/36) gewählt. Dieses ist ebenfalls schmal und figurbetont geschnitten (aber nicht klatscheng) und bietet Variationsmöglichkeiten, um einen sportlich eleganten Look hinzubekommen.

Da habe ich mir was eingebrockt, aber seht selbst…

ZUR HERSTELLUNG HABE ICH FOLGENDES VERWENDET:

  • Shirt: Jersey gestreift weiß, senf, blau
  • Nadel: Jerseynadel und Standardnadel
  • Nähmaschine und Overlock und Coverlock
  • Reißverschluß
  • Vlieseline
  • Lederapplikation
S‘ Röß’le

HERSTELLUNG:

Ich fange mal mit dem Rock an.

Der Schnitt ist (auch für erfahrene Anfängen nach der bebilderten Anleitung) gut zu nähen. In der oberen Passe sind 4 Abnäher vorgesehen, die diese auf eine körpernahe Form bringen. Seitlich wird ein versteckter Reißverschluss eingearbeitet, der 2cm oberhalb des Volants endet.

Die obere Rockkante wird mit einem kleinen Beleg versäubert. Im Nachhinein hätte man diesen sicherlich länger machen und auch als Futter arbeiten können, hätte den Vorteil gehabt, dass der Rock dann nicht so leicht beim Bewegen nach oben gerutscht wäre, ist bei Röcken immer gerne der Fall, die aus „stabileren“ Material wie Jeans oder Cord gearbeitet werden. Das nächste Mal werde ich wohl schon beim Zuschneiden an das Futter denken, dieses Mal habe ich mich aber an den Schnitt gehalten und es weg gelassen.

Der Volant wird einfach an die Passe genäht und gibt dem Rock die gewünschte leicht ausgestellte Passform unterhalb des Beckens auf Beinhöhe. Laut Burda-Kategorisierung ist der Rock ein „Minirock“, da ich aber keine 1,68m bin endet dieser bei mir wie gewünscht etwas oberhalb des Knies, also perfekt für einen Rock, den man in der etwas kälteren Jahreszeit tragen möchte.

Der von mir verwendete Feincord hatte einen kleinen Elasthananteil, was diesen sehr angenehm zu tragen macht und auch etwas die „Faltenbildung“ verhindert.

Die Größe fand ich sehr passend, nicht zu eng und nicht zu weit. Es gibt nichts schlimmeres als Röcke die im Hüft-/Beckenbereich zu eng sind und dann unschöne Spannungsfalten werfen.

Als Shirt wollte ich einen schlichten figurbetonten Schnitt, der aber Spielraum für raffinierte Details lässt. Das Fanö von Schnittreif hat mir genau das geboten. Die Ärmel habe ich als leichte „Puffärmelversion“ gearbeitet, die Teilung im Vorderteil belassen und ansonsten ein schlichtes Langarmshirt genäht. Eine kleine Applikation durfte natürlich auch nicht fehlen ;)

Durch den gestreiften Stoff in Weiß-,Senf- und Blautönen erhält das Shirt einen sportlich maritimen, eleganten Touch und rundet das Outfit für mich super ab. Eine dunkelblaue Strumpfhose drunter und der nächste Einkaufsbummel oder Tag im Büro kann kommen ;)

Ein kalter Tag am Killesberg

Ich hoffe, ich konnte euch hier meine neues „Lieblingsoutfit“ etwas näherbringen und ihr genießt die kalte Jahreszeit ebenso wie ich.


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Der Inhalt dieses Artikels entspricht meiner unabhängigen, persönlichen Meinung. Ich habe keinerlei finanzielle oder anderweitige Gegenleistung dafür erhalten. Ich kaufe meine Materialien wie Stoffe, Schnittmuster, Zubehör etc. selbst und zahle diese aus eigener Tasche. Bei diesem Artikel handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag, der unbeabsichtigt durchaus eine werbende Wirkung haben könnte, ohne dass ich von irgendeinem Unternehmen dafür beauftragt wurde!


8 Gedanken zu “Cord meets Curry: Mein Lieblingsoutfit für den Herbst/Winter

  1. Was für ein toller mitreißender und persönlicher Artikel. Die Kombination steht Dir unglaublich gut und dein freudestrahlendes Gesicht sieht ganz danach aus, dass du dein neues Lieblingsoutfit auch unglaublich gerne trägst. Kurz gesagt: ganz ganz toll geworden!

  2. Toller Rock, aber Du hast dich leider beim Weihnachtskleid Sew Along verlinkt. Ich werde deinen Link dort löschen, aber zeige uns dein Outfit gerne mal zu einem anderen MeMadeMittwoch Termin.
    Lieber Gruß
    Elke

  3. Hallo Bianca,
    dein Outfit gefällt mir, besonders der Rock hat es mir angetan.
    Den werde ich mir auch nähen. Vielen Dank für die Inspiration.
    Beim Anblick deiner Fotos dachte ich gleich, die Gegend kennst du doch. :)
    Liebe Grüße aus dem Kreis Ludwigsburg von
    Heike
    PS: Bist du bitte so lieb und verlinkst deinen Post direkt mit der Linkparty?
    Sonst finden die Leserinnen deinen schönen Beitrag gar nicht.

    1. Hallo Heike,
      ich danke dir vielmals. Der Rock hat einen tollen Schnitt, finde ich auch…
      Die Welt bzw. das „Ländle“ ist halt doch irgendwie ein Dorf :)
      Liebe Grüßle aus Stuttgart
      Bianca
      P.S. Danke, ich habe jetzt mal den vollen Link eingefügt, hoffe das passt so…

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